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26.02.10

Sieger: Hochschule Reutlingen ist Deutschlands „Internationale Hochschule 2010“ – der Star ist die Mannschaft!

Noch vor der Tagesschau am Abend stand es fest: die Hochschule Reutlingen ist Deutschlands „Internationale Hochschule 2010“. Von den insgesamt zum Wettbewerb angetretenen 26 Bewerbern waren noch fünf im Rennen, darunter auch so exzellente Universitäten wie die Humboldt Universität Berlin und die Universität Konstanz, internationale Standorte wie die Viadrina in Frankfurt an der Oder, aber auch die private Konkurrenz der WHU in Vallendar bei Kolbenz waren preisverdächtig.

 

Erstmalig lobte der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) diesen hochkarätig besetzten Wettbewerb aus. Er soll künftig jährlich stattfinden. 26 Hochschulen bewarben sich unter dem Motto „Erfolgreiche Strategien für die Auslandsmobilität deutscher Studierender“. Die 10-köpfige Fachjury wählte aus dem „Who-is-Who“ der deutschen Hochschullandschaft die besten fünf als Finalisten aus: die Humboldt-Universität zu Berlin, die Universität Konstanz, die Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder, die WHU Otto Beisheim School of Management und natürlich die Hochschule Reutlingen. „Schon das Erreichen des Finales -- als einzige Fachhochschule -- war eine große Ehre und Anerkennung unserer Aktivitäten auf dem Gebiet der Internationalisierung“, freut sich der Präsident der Hochschule Reutlingen Professor Dr. Peter Niess über die erstklassige Uni-Konkurrenz.

 

Am 23. Februar fand in Berlin während der Fachtagung „Bologna macht mobil – Innovative Konzepte und Modelle für das Studium im Ausland“ die öffentliche Präsentation der Finalisten im Auditorium Friedrichstraße statt. Der Vormittag stand ganz im Zeichen von Gesprächsrunden und ab 14.00 Uhr ging es dann um alles, denn nicht nur der Imagegewinn als „Die internationale Hochschule“ ist Gold wert. Der Preis von Stifterverband und DAAD ist immerhin mit 50.000 Euro dotiert, was angesichts der Haushaltslöcher und Sparmaßnahmen ein großer Gewinn ist.

 

Nach den Präsentationen und Befragungen der Humboldt-Universität, der Viadrina sowie der Uni Konstanz war gegen 16.00 Uhr Reutlingen an der Reihe: In einer 10minütigen Präsentation stellte Präsident Professor Dr. Peter Niess die Hochschule Reutlingen vor. Daran schloss sich eine 20minütige Fragerunde durch die Jury auf dem Podium an. Der Präsident der Hochschule Reutlingen Professor Dr. Peter Niess, Vizepräsident Professor Dr. Gerhard Gruhler als Auslandsbeauftragter der Technik und Professor Baldur H. Veit, der Leiter des RIO (Reutlingen International Office), standen der Jury Rede und Antwort. Als letzter in der Finalistenrunde präsentierte sich gleich im Anschluss die WHU.

 

Das Ergebnis wurde dann gegen 19.30 Uhr bekannt gegeben: Sieger ist einstimmig die Hochschule Reutlingen! „Wir werten dies als ein hochschulpolitisches Zeichen, zumal die Jury überwiegend Vertreter von Universitäten umfasste und nur ein Vertreter der Hochschulart Fachhochschule mitstimmte“, so Präsident Professor Dr. Peter Niess, der gegenüber den Jurymitgliedern betonte, „dass der Preis der Mannschaft gilt: Den Auslandsbeauftragten der Fakultäten, den Professoren, welche die Kontakte zu ausländischen Partnern aufbauen und pflegen, und den Mitarbeitern, welche die Studierenden -- Outgoings und Incomings -- betreuen." Der jahrelange Einsatz aller hat zu diesem großartigen Ergebnis geführt. Ohne Menschen wie Professor Baldur H. Veit und sein Team vom International Office, das mit seinen Aktivitäten in der Kontaktpflege und in der Akquisition von Partnerhochschulen sowie in der Beschaffung von Drittmitteln ganz wesentliche Grundlagen für die heutige führende Stellung der Hochschule im internationalen Studierendenaustausch gelegt hat, wäre der Schritt auf das Siegertreppchen nicht möglich gewesen. Ganz nebenbei hat er auch noch den Antrag verfasst, den die Fachjury (Hochschullehrer, Internationalisierungsprofis, eine Studierende sowie ein Wirtschaftsvertreter)ausgewählt hat.

 

Man kann sicher sein, dass sich die erste offizielle internationale Hochschule auch weiter so engagiert für zukünftige Internationalisierungsaktivitäten stark machen wird. Gelebte Internationalität ist in Reutlingen am Rande der schwäbischen Alb keine leere Worthülse und steht nicht nur für die ESB Business School, die scherzhaft oft als „schwäbisches Havardle“ bezeichnet wird. Vielmehr sieht Professor Dr. Max Huber, Vizepräsident des DAAD und Vorsitzender der Jury, die Hochschule Reutlingen mit ihren fünf Fakultäten (Angewandte Chemie, ESB Business School, Informatik, Technik und Textil&Design) als ein „alle Bereiche des akademischen Lebens umfassendes Modell der gelebten Internationalität. Die klare strategische Ausrichtung auf Leitungsebene ist dabei vorbildlich mit sehr konkreten Regelungen und Handreichungen in der Praxis verzahnt. Mit Ehrgeiz und Realismus erweitert die Hochschule ihr profilbildendes Erfolgsmodell aus den Wirtschaftswissenschaften auf die technischen Fächer“. Für die fünf Fakultäten und auch für die Studierenden der gesamten Hochschule Reutlingen bedeutet diese Auszeichnung einen enormen Imagegewinn, verbunden mit der Aufgabe, nicht nachzulassen im Streben nach verantwortungsvoller Lehre mit internationalen Profilen und praktischen Auslandserfahrungen. (esb-pr/krk)