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03.02.10

NewBizCup2.0-Finale in Stuttgart

Aufgerollte Ballerinas aus dem Automaten zum Landessieger gekürt / Mehr als hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim

NewBizCup2.0-Finale in Stuttgart

Die Teilnehmer am Finale des NewBizCups 2010

Was tun, wenn nach einer durchtanzten Nacht die Füße schmerzen? Ganz einfach:  die hochhakigen Schuhe gegen flache Ballerinas - die es an einem Automaten zu kaufen gibt - tauschen. Mit dieser zu einem Businessplan ausgearbeiteten Geschäftsidee hat das studentische Team „Rollerinas“ am vergangenen Freitag in den Räumen der L-Bank in Stuttgart den ersten Platz im Landesfinale des NewBizCup2.0 erreicht. Dicht gefolgt wurde das Team der Mannheimer Universität von „Paranauts“ (Uni Stuttgart). Die „Paranauts“ entwickelten einen neuartigen Gleitschirm  – und belegten damit den zweiten Platz. Die beiden dritten Plätze teilen sich ein Team von der Uni Tübingen, das an einem regionalen Baggersee einem Wakeboard-Park einrichten möchte sowie ein von der Uni Freiburg kommendes Team, das eine besonders clevere Buchhaltungs-Software für kleine Unternehmen entwickelt hat.

Die Reutlinger Hochschule schickte insgesamt drei Teams ins Landesfinale nach Stuttgart: Das “UCY“-Team, das Anlagen für die Wasseraufbereitung von Tequila-Fabriken in Mexiko plant und vertreiben möchte sowie das Team namens „Aventouro“, das einen neuartigen Rucksack mit Rollen entwickelt hat. Beide Teams gingen aus hochschulweiten und interdisziplinär angelegten Businessplan-Seminaren hervor, in deren Verlauf die Studierenden lernen, wie eine Geschäftsidee entwickelt und in einen Businessplan umgesetzt wird. Das dritte Reutlinger Team ging aus einem Masterkurs der ESB hervor: „Green Scootability“ konzipierte ein  Verleihsystem für Elektroroller in München. Diese drei Teams hatten sich im Verlauf des vergangenen Jahres für das Landesfinale qualifiziert, sie kamen in Stuttgart aber leider über gute vierte Plätze nicht hinaus und schieden in der Vorausscheidung aus.
 
Insgesamt haben an dem Wettbewerb 16 Teams aus baden-württembergischen Unis und Hochschulen teilgenommen. Die Vorausscheidung fand am vergangenen Freitagvormittag  statt, die Sieger qualifizierten sich für das Finale am Nachmittag. Bewertet wurden die studentischen Teams von einer hochkarätig besetzten Jury (Zusammensetzung der Jury siehe unten).
Vor der Bekanntgabe der Gruppensieger am Nachmittag hielt Hartmut Jenner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Alfred Kärcher GmbH & Co, einen Vortrag zum Thema Unternehmergeist und wünschte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Erfolg. Nach dieser Ansprache präsentierten die vier Gruppensieger vom Vormittag noch einmal ihre Pläne vor der Gesamtjury und standen kritischen Fragen Rede und Antwort.
Der Jury fiel die Wahl nicht leicht: nach intensiver Beratung wurde das Team „Rollerinas“ von der Universität Mannheim für ihren hervorragenden Businessplan sowie für ihre ansprechende Präsentation und kompetente Beantwortung der gestellten Fragen zu den Siegern gekürt. In einer feierlichen Preisverleihung wurden den vier Gewinnerteams Sachpreise, beispielsweise Netbooks für den ersten sowie Taschenbeamer für den zweiten Platz und Urkunden überreicht. Auch die zuvor ausgeschiedenen Teams erhielten Urkunden und bekamen für ihre Teilnahme attraktive Sachpreise.  Anschließend an die Preisverleihung konnten sich die Studierenden bei dem von der L-Bank gestellten Buffet nochmals persönlich mit den Jurymitgliedern und den Förderern des NewBizCup2.0 ins Gespräch kommen.

Zum gesamten Ablauf des Wettbewerbs NBC2.0:
An den teilnehmenden Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg entwickeln studentische Teams im Sommer- sowie im Wintersemester in interdisziplinär angelegten Seminaren Businesspläne zur Gründung eines Unternehmens.  Drei bis fünf Studierende beschäftigen sich mit einer Idee und schreiben gemeinsam an einem Businessplan. Am Ende des Semesters werden an den beteiligten Hochschulen unter den Teams in lokalen Wettbewerben die jeweils besten Businesspläne gekürt. Diese Sieger-Teams qualifizieren sich automatisch für das einmal jährlich stattfindende Landesfinale und werden nach Stuttgart eingeladen – dort traten sie am Freitag, 29.01.2010 gegeneinander an. Das nächste Landesfinale ist für das Frühjahr 2011 geplant.

Bei der Umsetzung der Businessplan- Seminare werden die Hochschulen von den Organisatoren des NewBizCup2.0 – der Hochschule Reutlingen in Kooperation mit der University Entrepreneurship Corporation der Karl-Schlecht-Stiftung - tatkräftig unterstützt. So wurde beispielsweise das umfangreiche Unterrichtsmaterial sowie das handlungsorientierte Seminarkonzept von der Hochschule Reutlingen konzipiert und zur Verfügung gestellt.

Schirmherr des NewBizCup2.0 ist Ernst Pfister MdL, Wirtschaftsminister des Landes Baden-Württemberg. 

Der „NewBizCup2.0“  wird durch das baden-württembergische Wirtschaftsministerium aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.

Weitere Informationen unter www.newbizcup.de.
Gerne vermitteln wir bei Interesse auch Kontakte zu beteiligten Teams.

Bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung:

Brigitte Ströbele
Hochschule Reutlingen
Alteburgstraße 150
72762 Reutlingen
Telefon:  07121 / 271 -1413
Anke Asch, Telefon 07121 / 271-1409

Zusammensetzung der Jury:

Insgesamt starteten am vergangenen Freitag 16 Teams in die Zwischenausscheidung am Vormittag und präsentierten ihre Geschäftsideen vor einer Jury aus Wissenschaft und Wirtschaft. Für die Präsentation hatten die Teams jeweils exakt zehn Minuten Zeit:

Evaluatoren:
Gerhard H.W. Bach, ChefCoach Unternehmensberatung GmbH
Silva Bier, Fischer Unternehmensgruppe
Katja Gieseler, Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und Bundesgründerinnen-Agentur
Daniel Groz, Franke GmbH
K. Werner Kühn, Rittershaus – Rechtsanwälte, Notar
Prof. Dr. Peter Nieß, Präsident Hochschule Reutlingen
Christoph Pajonk, Alfred Kärcher GmbH & Co.
Dr. Roland Raff, L-Bank Stuttgart
Dr. Jörg Sievert, SAP Ventures
Marco Winzer, High-Tech-Gründerfonds Management GmbH

Neben der professionellen Präsentation mussten die Teams ihre Geschäftsideen gegen herausfordernde Fragen verteidigen. Auch dafür hatten sie jeweils zehn Minuten Zeit.
In die Rolle der so genannten Devil Advocats, die die Businesspläne anhand kritischer Fragen auf Herz und Nieren überprüften, schlüpften vergangenen Freitag:

Christoph Beck, IHK Reutlingen Rolf Berner, L-Bank Timo Hummel, L-Bank Alexander Schiemann, Deutsche Bank Alexander Seith, L-Bank Christian Wilhelm, L-Bank