Adventszauber: Scheckübergabe an Bruderhaus Diakonie
Den nassgrauen Adventsbeginn mit Aktionen für einen guten Zweck zu verzaubern – das hatte sich das fünfköpfige Studententeam aus der Vorlesung „Eventmanagement“ von Prof. Dr. Kristina Steinbiss vorgenommen. Und es ist ihnen sehr gut gelungen.
Für die Bruderhaus Diakonie in Reutlingen sammelten die Studentinnen Spenden, damit ein therapeutisches Wasserbett für schwer körperlich und geistig Behinderte, die im Bruderhaus wohnen und betreut werden, angeschafft werden kann. Bernd Nikoleit von der Behindertenhilfe der Bruderhaus Diakonie erklärt die Bedeutung dieser Therapiemöglichkeit: „Stellen Sie sich vor, Sie könnten nicht gehen, Sie wären Ihr Leben lang auf einen Rollstuhl angewiesen, stellen Sie sich vor, dass Ihr Körper sich zunehmend verspannt, stellen Sie sich vor, ein Leben lang auf Hilfe Anderer angewiesen zu sein. Stellen Sie sich dann aber vor, die Möglichkeit zu erhalten, in einem beheizten therapeutischen Wasserbett zu liegen, um sich bei Klangerlebnissen, Musik und Farbenprojektionen zu entspannen.... Das ist einer der Gründe, warum wir uns über Spenden für diesen Personenkreis freuen.“
Mit zwei Aktionen – Glühwein- und Losverkauf – hatten Julia Zentner, Romina Pährisch, Ramona Völz, Nina Reinhardt und Sandra Oexle ca. 1.000 Euro gesammelt. Am 13. Dezember wurde der Scheck im Rahmen einer Weihnachtsfeier mit den Bewohnern des Wohnheims der Bruderhaus Diakonie feierlich übergeben. Am Klavier stimmungsvoll untermalt wurde die Feier von Marc Sinsger von der Reutlinger Musikschule und Dorothee Lorch. Die Organisatorinnen bedanken sich ebenfalls herzlich bei den Bäckereien List, Berger, Sommer und Back Werk für ihre großzügigen Spenden, ebenso wie bei der Buchhandlung Osiander.
Unter dem Namen „ESB hilft“ ist geplant, in den nächsten Semestern weitere ähnliche Aktionen folgen zu lassen. Bernd Nikoleit von der Bruderhaus Diakonie unterstreicht die Bedeutung sozialen Engagements auch im Wirtschaftsstudium, denn, "nicht das ausschließliche wirtschaftliche Wissen zählt, sondern auch die zukünftige soziale Kompetenz im Wirtschaftsleben.“ Mit ihrer Aktion haben die Studentinnen bewiesen, dass es gerade in Zeiten von Krise und leeren Kassen eine wichtige und gute Sache ist, sich mit sozialen Fragen beschäftigen und echte Hilfen anzubieten. Auf diese Weise lassen sie, so Nikoleit, auch „die Allgemeinheit wissen, dass es da noch Menschen gibt, die Unterstützung benötigen.“

